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Die Provinz zu Besuch in der Hauptstadt – terra nova besucht Reichstag

Ein Beitrag vom 28. Oktober 2019

Dieser Blog – Eintrag wurde von einer Klientin geschrieben, die an der Reise teilgenommen hat. Wir bedanken uns ganz herzlich für die direkten Eindrücke.

„Der Verein terra nova e.V. folgte vom 18. bis 20.10.19 der Einladung des Bundesgesundheitsministers Jens Spahn nach Berlin. Die Planung der Reise kam von der AbgeordnetenReisen OHG.

Hier vor Ort übernahm die Organisation Frau Jessica Körner von terra nova e.V., die auch gut unterstützt durch die übrigen mitgefahrenen Mitarbeiter des Vereins für einen reibungslosen Ablauf und Organisation der Fahrt verantwortlich war.

Mit einem ganzen Bus voll Leuten inklusive Klienten, Mitarbeitern der Verwaltung und der Betreuung machte sich der Verein am frühen Morgen des 18.10.19 auf den Weg nach Berlin.

Da um 5.00 Uhr der Reisebus von Ochtrup aus starten sollte, hatten wohl alle Mitreisenden eine kurze Nacht. Pünktlich konnte es dann auf die Reise gehen.

Mit ein wenig Verspätung aufgrund eines Staus kamen wir gut in Berlin an.

Zunächst konnten wir in Ruhe Fotos am Bundestag machen, bevor wir uns auf den Weg zum Restaurant „Nante-Eck“ machten wo ein schmackhaftes Essen auf uns wartete.

Gut gestärkt hatten wir dann Gelegenheit zur freien Verfügung bis 16.00 Uhr. Diese wurde wahlweise für einen Gang zur Gedenkstätte der Juden im Holocaust, zum Spaziergang durch das Regierungsviertel oder je nach Belieben genutzt.

Um 16.00 Uhr trafen sich alle am Reichstag wieder wo für 16.15 Uhr die Sicherheitsüberprüfung angesetzt war.

Danach durften wir auf der Besuchertribüne des Plenarsaals Platz nehmen und einigen Reden von Politikern zum Thema Rechtsextremismus und Antisemitismus gespannt lauschen.
Manch einem von uns wäre wohl danach gewesen bei einigen guten Kommentaren zu applaudieren oder auch einmal mitzudiskutieren.
Aber wir wurden vor Eintritt zum Plenarsaal deutlich darauf hingewiesen, dass im Saal selbst vom Besucher jegliches Applaudieren, Rufen, Plakate hochhalten strengstens untersagt ist wie auch Fotos zu machen etc. Es war sehr spannend zu sehen wo unsere Politiker ihre Gesetze beschließen usw. Zudem war das Thema, worum es hier ging sehr interessant und hochbrisant, schon angesichts der neuerlichen Ereignisse von Halle.

Nur am Rande sei erwähnt, dass uns auch einige sehr nette Flüchtlinge, auch Klienten von terra nova e.V. begleiteten. Da die Reise nach Berlin so harmonisch verlief war das ein sehr schönes Zeichen dafür, dass gerade zum Thema der Bundestagssitzung passend zeigte, dass Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit bei uns keinen Platz finden.

Nach der Sitzung war Gelegenheit zur Besichtigung des Reichstags mit einem Gang über die Glaskuppel. Von hier aus hatte man einen sehr schönen Blick über das Regierungsviertel, die Spree und Berlin. Die Aussicht lud zum Fotografieren ein.

Danach fuhren wir mit dem Reisebus zu unserem Hotel Ibis Berlin City West.

Der Abend stand zur freien Verfügung. Dieser Tag fand ein schönes Ende und viele Mitreisende dürften von der Flut der ganzen Eindrücke wohl erschöpft gewesen sein.

Für den nächsten Morgen war ab 7.00 Uhr Gelegenheit zum Frühstück im Hotel bevor um 9.00 Uhr bereits der nächste Punkt unseres Reiseprogramms auf dem Plan stand, einer geführten Stadtrundfahrt mit einem gebuchten Reiseführer.

Diese war sehr interessant. Wir fuhren zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Berlins. Vor einigen Sehenswürdigkeiten war Gelegenheit zu einem kurzen Fotostop. Wir fuhren quer durch Berlin vorbei am Kurfürstendamm. Hier kam die Frage auf woher das Wort Kur kommt. Sehr interessant waren die Ideen dazu. Entgegen der Meinung, dass mit dem Wort Kur wohl die herkömmliche dreiwöchige Erholungskur gemeint sein könnte, kommt das Wort Kur wohl von Küren was soviel wie wählen/beordern meint. So ist der Kurfürstendamm nach einem beorderten Kurfürsten benannt. Wir sahen das Botschaftsviertel, den Checkpoint Charlie, Überresrete der Mauer und vieles mehr. Wir wunderten uns was das große Rohrleitungssystem über Teilen Berlins zu bedeuten hat. Da bei dieser Stadtrundfahrt der Spaß auch nicht zu kurz kommen durfte, wurde von einfallsreichen Mitreisenden erzählt, dass hier wohl die überirdische Alkoholpipeline herführt, die den Alkohol direkt in die Gaststätten befördert. Alles was man hier gesehen hat auf einer dreistündigen Fahrt zu bennen wäre zu viel.

Ab 12.00 Uhr war Zeit zur freien Verfügung, die jeder nach Belieben nutzen konnte bis zum nächsten Morgen.

Einige Betreuer machten Angebote, an die Gelegenheit war sich auch anzuschließen. So hat eine Gruppe die Berliner Unterwelten besucht. Das SED-Regime hatte im Jahre 1961 die Berliner Mauer errichtet. Seither versuchten viele Menschen mittels selbst gegrabener Tunnel die Sperranlagen zu unterqueren und so in die Freiheit zu gelangen.
In den Berliner Unterwelten waren sowohl Tunnelbauten wie auch Atomschutzbunker zu Zeiten des zweiten Weltkriegs, wo man hier Schutz suchte, zu sehen.

Eine andere Gruppe besuchte das Stasimuseum. Das Stasimuseum befindet sich auf dem ehemaligen Gelände der Zentrale des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) und diente als Dienstsitz von Erich Mielke, der von 1957 bis zum Ende der DDR Minister für Staatssicherheit war. Kernstück des Museums bildet die in ihrem originalen Zustand erhaltene Büroetage Erich Mielkes. Über drei Etagen geht hier eine Dauerausstellung über die Staatssicherheit, ihrer Tätigkeit und deren Auswirkung der Tätigkeit auf die Bewohner der damaligen DDR.

Eine andere Gruppe besuchte die Ausstellung Körperwelten am Alexanderplatz. Hier gab es einen tiefen Einblick in die Struktur des Menschen. Die Ausstellung gewährt Einblicke in die komplexen Strukturen des Körperinneren. Wer hier war bekam einen berührenden Einblick in der Begegnung mit dem Leben und dem was uns ausmacht und eröffnete den Blick auf unterschiedliche Aspekte des Lebens, die uns alle ausmachen. In dem Museum sind echte menschliche Präparate zu sehen, darunter auch Ganzkörperplastinate, Organe, transparente Körperscheiben etc .

Alle anderen Mitreisenden, die sich diesen drei Gruppen nicht anschließen mochten, haben die Zeit zur freien Verfügung mit Shoppen in der Stadt und anderen Aktivitäten genossen.

Am Abend ab 19.00 Uhr traf sich eine Gruppe am Brandenburger Tor. Wir hatten Glück, dass gerade an diesem Wochenende noch das Festival of lights in Berlin stattfand.

Das Festival of lights stand dieses Jahr unter dem Motto „Lights of freedom“ Anlässlich des großen Ereignisses „30 Jahre Mauerfall“.
erstrahlten die bedeutendsten Wahrzeichen, Bauwerke und Plätze in Projektionen, 3D-Videos und Lichtinstallationen. Einige Bauwerke vom Brandenburger Tor bishin zu anderen Bauten wurden von uns bestaunt.

Wieder ging ein für alle interessanter wie auch schöner Tag zu Ende.

Am nächsten Morgen trafen wir uns um 9.45 Uhr nach dem Frühstück mit gepackten Koffern vor dem Hotel und fuhren dann mit dem Reisebus in Richtung Potsdam, wo man Gelegenheit hatte das Schloß Sanssouci und seine schönen Gärten zu besichtigen.
Aber auch hier in Potsdam war freigestellt, ob man das Schloß und seine Gärten besichtigen wollte oder einen Gang in die Stadt bevorzugte.

Von beiden Möglichkeiten wurde je nach Interesse Gebrauch gemacht.

 

Das Schloß war sehr imposant und die am Schloß Interessierten bekamen sogar die Möglichkeit Teile der Gemächer König Friedrichs des II., den im Volksmund genannten „Alten Fritz“ zu sehen.

So ging der letzte Punkt unserer Reise zu Ende und wir machten uns voller Eindrücke zufrieden aber auch erschöpft auf die Heimreise. Ein großes Ereignis für uns neigte sich nun dem Ende zu. Gutbehalten sind alle wieder am Abend des 20.10. Zuhause angelangt.

Nun ein Schlußwort: Wir hoffen, dass terra nova e.V. wieder einmal eine so schöne Einladung ereilt und da unsere Ansprüche nach einer alles in allem gelungenen Kurzreise nun gestiegen sein dürften, erwarten wir beim nächsten Mal eine Einladung der Bundeskanzlerin Angela Merkel persönlich………“